Über die Gründerin
Ich bin eine ehemalige Universitätsprofessorin und Forscherin und habe viele Jahre mit natürlichen Materialien gearbeitet – damit, wie die Welt zusammenhält, wie Systeme miteinander verbunden sind und wie kleine Veränderungen größere Strukturen beeinflussen.
VON FORSCHUNG ZU GELEBTER ERFAHRUNG
Lange Zeit war meine Arbeit geprägt von Beobachtung und Analyse.
Doch irgendwann reichte Theorie nicht mehr aus.
Das Leben brachte mich an einen Ort, an den ich nicht gehörte – einen Raum voller Angst, Stille und Verdrängung.
In dieser fremden Umgebung begegnete ich nicht nur neuen Umständen, sondern auch vielen meiner eigenen Ängste.
Ich versuchte, sie zu benennen.
Sie zu verstehen.
Mich ihnen zu stellen, statt ihnen auszuweichen.
Dabei habe ich gelernt, dass dies zu den schwierigsten Dingen gehört, die ein Mensch tun kann.
WAS MIR DIE ANGST GELEHRT HAT
Und doch habe ich inmitten dieser Schwierigkeit etwas sehr Hoffnungsvolles entdeckt:
Wenn Angst geteilt wird, wird sie leichter.
Menschen begegneten mir, die ohne zu urteilen zuhörten und offen über ihre eigenen Ängste sprachen.
Gemeinsam lernten wir, dass es etwas verändert, Angst auszusprechen – behutsam, ehrlich und im richtigen Rahmen.
Diese Erfahrung stellte eine leise Frage in meinem Inneren:
Wie können wir ein wenig Licht in die dunklen Räume bringen, die wir in uns tragen?
ANGST IST KEIN PERSÖNLICHES VERSAGEN
Viele Probleme unserer Welt beginnen mit Missverständnissen.
Wir urteilen über andere, ohne die stillen Kämpfe zu kennen, die sie in sich tragen.
Unsere moderne Gesellschaft fördert Trennung – zwischen Kulturen, Generationen und Lebensrealitäten.
Doch die Wahrheit ist eine andere:
Wir sind tief miteinander verbunden.
Krieg in einem Teil der Welt verändert Leben weit über Grenzen hinaus.
Hunger, Flucht, Ungleichheit und Angst bleiben nicht isoliert.
Und auch Mitgefühl nicht.
Angst breitet sich aus.
Aber Fürsorge auch.
EINE KERZE, KEIN SCHEINWERFER
Eines Tages erinnerte ich mich an die Worte von Rumi:
„Sorge dich nicht, wenn die Welt voller Dunkelheit ist. Zünde einfach eine Kerze an.“
Ich wollte nichts Lautes oder Überforderndes erschaffen.
Ich wollte keine Lösungen anbieten, die so tun, als könne Angst einfach verschwinden.
Ich wollte etwas Kleines schaffen.
Etwas Leises.
Etwas, das bleiben kann, wenn Angst auftaucht.
Also beschloss ich, meine Kerze anzuzünden.
WIE HOUSE OF QUIET STORIES ENTSTAND
Von diesem Moment an begann ich, Geschichten und symbolische Objekte zu entwickeln, die Kindern und Jugendlichen helfen, ihre Ängste wahrzunehmen, zu benennen und behutsam bei ihnen zu bleiben.
Jede Geschichte ist inspiriert von psychologischem Wissen, realen emotionalen Erfahrungen und großer Sorgfalt für emotionale Sicherheit.
Die Objekte, die zu diesen Geschichten gehören, sollen Angst nicht verdrängen oder ersetzen.
Sie sollen sie begleiten.
Etwas, das man halten kann, wenn Worte fehlen.
Etwas, das zuhört, ohne Antworten zu verlangen.
WARUM KINDER UND JUGENDLICHE
Frühe Ängste bleiben oft unbenannt.
Werden sie übergangen oder zum Schweigen gebracht, wachsen sie im Verborgenen weiter.
Kinder und Jugendliche leben in einer Welt, die von ihnen Mut verlangt, ohne ihnen zu zeigen, wie man sanft mit sich selbst umgeht.
House of Quiet Stories wurde geschaffen, um Anerkennung statt Druck, Präsenz statt Lösungen und Erlaubnis statt Bewertung anzubieten.
Dieser Fokus kann sich in Zukunft erweitern.
Doch im Moment gehört diese Arbeit dorthin, wo frühe emotionale Unterstützung am wichtigsten ist.
EIN HAUS, DAS LANGSAM WÄCHST
House of Quiet Stories entsteht nicht auf einmal.
Neue Geschichten und Charaktere werden langsam und achtsam entwickelt.
Jede bekommt Zeit, bevor eine weitere hinzukommt.
Dieses langsame Wachstum ist bewusst.
Angst braucht Zeit.
Und Vertrauen auch.
Wenn eine Angst noch keinen Platz im Haus hat, kann man sich an uns wenden.
Wir hören zuerst zu – und entscheiden erst dann, behutsam und respektvoll, wie es weitergeht.
WOFÜR DIESES HAUS STEHT
House of Quiet Stories geht nicht darum, keine Angst zu haben.
Es geht darum, Angst anzuerkennen, ohne sich von ihr überwältigen zu lassen.
Darum, Raum zu öffnen statt ihn zu verschließen.
Und darum, sich daran zu erinnern, dass niemand seine Angst allein tragen muss.
Jede Angst hat eine Geschichte.
Jede Geschichte verdient eine Stimme.
Und jede Stimme verdient einen Ort, an dem sie zur Ruhe kommen darf.